Logistik Guide: Transportbelts, Züge & Roboports

Transport belts und Belt-Systeme
- Transport belts sind die grundlegende, passive Methode, um Gegenstände zu bewegen. Es gibt mehrere Stufen (basic, fast, express und DLC belts) mit zunehmender Geschwindigkeit; jedes Belt hat zwei Spuren und verdoppelt somit effektiv den Durchsatz einer Einspur. Belts selbst verbrauchen keinen Strom.
- Underground belts und splitters erweitern die Funktionalität von Belts: underground belts erlauben das Kreuzen oder Tunnelieren von Spuren; splitters balancieren oder duplizieren Flüsse und sind grundlegend für Balancer- und Main-Bus-Designs.
- Häufige Design-Konzepte:
- Main bus: Führe viele parallele Belts mit gängigen Gegenständen entlang einer zentralen Hauptachse, sodass Assembler und Sub-Fabriken sich das holen können, was sie brauchen.
- Balancer: Verwende splitters/underground belts, um eine gleichmäßige Verteilung von X Eingängen zu Y Ausgängen sicherzustellen (z. B. 4-zu-4 Balancer-Muster).
- Vermeide „Spaghetti“: verworrene, unstrukturierte Belts werden schwer erweiterbar und schwierig zu debuggen. Nutze modulare Spuren und konsistente Abstände.
Inserters und Loaders
- Inserters sind das aktive Element, das Gegenstände zwischen Belts, Kisten, Assemblern und cargo wagons bewegt. Inserters arbeiten mit normaler Inserter-Geschwindigkeit, sofern sie nicht aufgewertet sind.
- Die Ausrichtung und Reichweite von Inserters bestimmen die Lade-/Entladefähigkeit an train stops und entlang von Produktionslinien. Long-handed inserters können über Lücken greifen (nützlich für Barrel-Transfers oder zum Überbrücken von Rohren).
Fluid-Logistik: pumps und Barrels
Tankwaggons/tank cars benötigen pumps zum Laden und Entladen; bis zu drei pumps können gleichzeitig mit einem einzelnen fluid wagon verbunden werden.
Fass (filled/empty) sind nützlich, wenn Rohre unpraktisch sind: sie erlauben es, Flüssigkeiten mit Belts, trains, Fahrzeugen oder Logistic robots zu transportieren. Fass sind besonders praktisch für entfernte Ölquellen, kleine Flüssigkeitsmengen oder Transfers über Lücken (
Lava, Plattformkanten).
Trains und Bahnlogistik
- Train-Infrastruktur besteht aus rails, train stops, signals und locomotives/wagons. Gleise werden auf einem Zwei-Kachel-Raster verlegt; rails können nicht um eine Kachel verschoben werden.
- Train stops sind die einzige Möglichkeit, cargo wagons automatisch zu laden/entladen und pumps für fluid wagons zu verwenden. Eine Station besteht konzeptionell aus einem train stop (der Entität), Kisten/pumps und Inserters/pumps, die an der richtigen Seite des Gleises platziert sind.
- Zeitpläne und Wartebedingungen:
- Train-Schedules sind geordnete Listen von Stationseinträgen; nach Erreichen der letzten Station beginnt die Schedule von vorne.
- Stop-Wartebedingungen umfassen Zeit, volles Inventar, leeres Inventar, Anzahl eines bestimmten Gegenstands und Circuit-Network-Signalbedingungen.
- Pfadsuche und mehrere Stationen:
- Trains im automatischen Modus wählen den kürzesten Weg zu einem aktivierten Stop mit passendem Namen (Pfadsuchentfernung berücksichtigt andere Züge).
- Wenn mehrere Stations denselben Namen teilen, bevorzugen Trains einen näheren aktivierten Stop. Wird ein Stop deaktiviert oder hat sein Train-Limit erreicht, suchen Trains nach einem anderen aktivierten Stop mit dem gleichen Namen; existiert keiner, geht der Train in einen „destination full“-Zustand und wartet.
- Zug-Limits:
- Jeder train stop kann ein „train limit“ haben, das begrenzt, wie viele Trains diesen Stop als Ziel reservieren dürfen. Ist die Zahl der zum Stop fahrenden Trains größer oder gleich dem Limit, wählen andere Trains diesen Stop nicht.
- Signale und Bahnsicherheit:
Gleis signals haben unterschiedliche Zustände (grün/gelb/rot/blinkend), die Zugbewegungen und Blockreservierungen steuern: rot stoppt Trains, gelb zeigt an, dass einem herannahenden Train die Durchfahrt erlaubt ist, grün bedeutet Block frei. Chain signals existieren, um Kreuzungen zu steuern.
- Fracht und Wagon-Auswahl:
- Die Kapazität eines cargo wagon hängt vom Gegenstandstyp ab: Ein Wagon kann mehr verarbeitete Plates als rohe Ores halten (das Vorverarbeiten von Erzen zu plates nahe der Mine kann den Durchsatz erhöhen).
Artillerie wagons können artillery shells transportieren (100 shells pro Wagon) und sind die flächeneffizienteste Option für den Transport von shell, sind aber schwer und haben andere kampfbezogene Einschränkungen.
Logistic robots und Roboports
- Logistic robots automatisieren Gegenstandstransfers und Bauaufgaben innerhalb eines logistic network, das durch überlappende roboport-Abdeckung definiert ist.
- Roboports sind das Kernstück: Sie bieten Netzabdeckung, speichern robots und repair packs (7 Slots für bis zu 50 robots pro Slot und 7 Slots für repair packs), und erlauben das Anfordern inaktiver Robots von anderen roboports durch Mindestanforderungs-Einstellungen.
- Arten von Logistic chests:
- Provider chests (active/passive), requester chests, storage chests, buffer chests und requester/buffer hybrids. Jede Typ hat spezifisches Verhalten: Provider versorgen das Netzwerk, requester chests fordern Gegenstände an, storage hält Überschuss, und buffer chests fungieren als Zwischenversorgungspunkte.
- Construction robots:
- Führen Bau-, Abbau- und Reparaturaufgaben aus; sie holen Baumaterialien für den Bau aus den nächstgelegenen logistic chests (entnehmen jedoch keine Gegenstände aus requester chests, um Bauaufgaben zu erfüllen).
- Die Ladekapazität der Robots wird durch Forschung erhöht (Standardkapazität pro Robot ist gering und kann verbessert werden).
Persönliche Roboterhangare:
- In der Equipment-Gitter eingebaut erzeugen personal roboports ein separates mobiles roboport-Netzwerk, das das Inventar der Entität nutzt; sie teilen Robots/Gegenstände nicht mit statischen Netzwerken und haben keine Verwendung für Logistic robots (sie verwenden ausschließlich construction robots).
Schaltungsnetze und Logistik-Integration
- Das circuit network (red/green wires und combinators) verknüpft Maschinen, Kisten und Signale, um bedingte Steuerung von Logistics- und Train-Infrastruktur zu ermöglichen.
- Anwendungsfälle:
- Steuerung von train stops und signals: Setze eine Drahtbedingung, um Stops zu deaktivieren/aktivieren oder Signale auf rot zu zwingen.
- Steuerung von Inserters und pumps basierend auf Kistenbestand oder Produktionsniveaus.
- Abgleichen von Logistic-Requests mit Signalen: constant combinators können Item-Request-Werte senden, um Mindest-/Maximalmengen anzuzeigen; in Kombination mit logistic groups haben Items sowohl minimum-request als auch maximum-storage Werte.
- Circuit-Bedingungen können verwendet werden, um Stop-Wartebedingungen zu setzen und Züge nur dann zu routen, wenn eine Station Items benötigt.
- Spezielle Logistik-Anfragen (Space Age / DLC):
- Einige orbital platforms/launch sites können logistic requests an spezifische Oberflächen/Planeten richten und zusätzliche Parameter wie Zielplanet und benutzerdefiniertes Mindest-Startgewicht für rockets enthalten. Diese Requests werden anders behandelt als Standard-
Logistik-Netzwerke.
- Einige orbital platforms/launch sites können logistic requests an spezifische Oberflächen/Planeten richten und zusätzliche Parameter wie Zielplanet und benutzerdefiniertes Mindest-Startgewicht für rockets enthalten. Diese Requests werden anders behandelt als Standard-
Blaupause, Planung und Organisation
- Verwende blueprints und blueprint books, um Logistik-
Module (belt balancers, stations, roboport-Layouts) zu standardisieren. Organisiere blueprints nach Funktion (mining, smelting, power, research, logistics) und nach Größe/Stadium, um Designs wiederverwendbar und leicht auffindbar zu halten.
- Verschachtle blueprints in Books (z. B. logistics → belts/bots/fluids → balancers/stations), damit du modulare, gut getestete Layouts schnell beim Ausbau platzieren kannst.
Praktische Tipps und Workflows
- Verarbeite Erze bei Bedarf in Plates in der Nähe der Mine vor — verarbeitete Plates können weniger Wagon-Slots beanspruchen und den effektiven Durchsatz erhöhen.
- Nutze buffer chests an Stationrändern, um Trains von lokalen Inserter-Timings zu entkoppeln und die Versorgung für nahegelegene Assembler oder roboports zu zentralisieren.
- Für Hochdurchsatz-
Gleis-Stations platziere genügend Inserters/pumps, um der Zug-Wartezeit und dem gewünschten Durchsatz gerecht zu werden; stelle sicher, dass Signale und Pfadfindung Verhungern oder Deadlocks verhindern.
- Kombiniere Circuit-Network-Bedingungen mit Train-Scheduling, um zu vermeiden, dass Trains zu vollen Zielen geschickt werden (deaktiviere/aktiviere Stops oder setze train limits, um mehrere Stations zu koordinieren).
- Beim Skalieren, bevorzuge modulare, wiederholbare Station- und Belt-Muster und halte Main-Bus-Spuren konsistent, um manuelles Umleiten zu reduzieren.
Dies deckt die Kernsysteme und Praktiken der Logistik in Factorio ab: Belts und Balancer, Inserters und pumps, Trains und Stations, Logistic robots und roboports, und wie das circuit network sie verbindet. Effektives Logistik-Design ist modular, messbar und vorhersehbar — baue wiederverwendbare Module, versehe sie mit Signalen und erweitere durch Wiederholung bewährter Muster.